Ginger Ale

DIY Ginger Ale

DIY Ginger Ale

Selbstgemachtes Ginger Ale

Fermentieren ist zwar gerade der totale Hype – das Wissen dazu gibt es aber schon seit hunderten von Jahren. Fermentierte Lebensmittel stärken die „guten“ Bakterien im Verdauungstrakt, unterstützen das Immunsystem, sorgen für ein klares Hautbild und helfen beim Abnehmen. 

Selbstgemachtes Ginger Ale erfüllt nicht nur all diese positiven Eigentschaften. Es ist super lecker, stärkt Abwehrkräfte und Magen-Darm-Flora und ist die Grundlage der leckersten Moscow Mules deines Lebens (und zwar diesmal ohne schlechtes Gewissen).

Inhaltsstoffe

Zutaten

Zugegeben, Ginger Ale herzustellen braucht ein Bisschen Zeit und Geduld – aber es lohnt sich auf jeden Fall! Bevor du loslegst, solltest du beachten, dass es 7 bis 9 Tage dauert, bis dein Ginger Ale verzehrfertig ist.

Zunächst machst du den Ginger Bug und daraus später dann das Ginger Ale.

 

Zutaten

Ginger Bug (Ansatzflüssigkeit)

  • 1 große Knolle Bio-Ingwer
  • 100g Rohrohrzucker (ungebleicht und nicht raffiniert)

Ginger Ale

  • 40g frischen Bio-Ingwer
  • 3 EL Bio-Honig
  • 1 EL Rohrohrzucker
Ingwer mahlen

Ingwer fein reiben

Ginger Bug herstellen

Reibe eine Menge von 2–3 EL frischen Ingwer fein. Die Schale kannst du bei Bio-Ingwer ruhig dran lassen – andernfalls entferne sie.

Gebe den gemahlenen Ingwer in ein 1-Liter-Glas und füge 2 EL Rohrohrzucker, sowie 340 ml chlorfreies Wasser hinzu.

Rühre das Gemisch kräftig um – oder, was bei mir immer am besten klappt – verwende dafür einen Stabmixer.

Ansatzflüssigkeit

Ginger Bug

Verschließe das Glas mit einem luftdurchlässigen Tuch, einem Stück Küchenrolle oder einem Kaffeefilter. Wichtig ist, dass du Obstfliegen und andere Insekten vom Getränk fern hältst, dein Ginger Bug aber gleichzeitig mit Luft versorgt wird, also „atmen“ kann.

Ich verwende normalerweise zwei Stücke Küchenrolle, die ich übereinanderlege und befestige sie mit einem Gummiring am Glas.

Ansatzflüssigkeit

Füttern

Lass das Ginger Bug über Nacht stehen. Ähnlich wie früher einen Hermann-Teig (falls du das Konzept aus der Grundschule kennst), fütterst du die Ansatzflüssigkeit nun jeden Tag mit Ingwer und Zucker.

Stelle das Glas an einen Ort, der vor Sonne geschützt ist und bewahre es bei Zimmertemperatur auf.

Ginger Bug

Mit Luft versorgen

Reibe 4–5 Tage lang jeden Tag eine 1 EL-große Menge Ingwer fein und füge sie zusammen mit 1 EL Rohrohrzucker zu deinem Ginger Bug hinzu. Rühre die Flüssigkeit kräftig um (wie gesagt: am besten verwendest du dafür sogar einen Mixstab), sodass sie mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird.

ACHTUNG: Wenn die Sauerstoffzufuhr nicht ausreichend ist, wird deine Ansatzflüssigkeit kippen und du kannst kein Ginger Ale daraus machen. Dein Ginger Bug ist ein lebender Organismus, der mit Nahrung und Luft versorgt werden muss, um zu gedeihen.

Fertig ist die Ansatzflüssigkeit

Fertiger Ginger Bug

Fertig ist dein Ginger Bug, wenn er natürliche Kohlensäure bildet und ordentlich bitzelt. Die kann vier, fünf oder sogar mehr Fütter-Tage lang dauern.

Wenn es soweit ist, rühre die Ansatzflüssigkeit noch ein letztes Mal kräftig um – du bist jetzt bereit das Ginger-Ale herzustellen.

Die übrige Ansatzflüssigkeit kannst du „am Leben halten“ oder „on hold“ setzen. Wenn du fortwährend Ginger Ale herstellen möchtest, lagere deine Ansatzflüssigkeit wie gehabt bei Raumtemperatur und füttere sie täglich – wie oben beschrieben – mit 1 TL geriebenem Ingwer und 1 TL Rohrohrzucker. Wenn du einige Tage lang kein weiteres Ginger Ale herstellen möchtest, kannst du das Ginger Bug im Kühlschrank „pausieren“ lassen. Verschließe es fest mit einem Deckel und füttere es einmal pro Woche mit 1 EL geriebenem Ingwer und 1 EL Rohrohrzucker. Um daraus Ginger Ale herzustellen, bring die Ansatzflüssigkeit wieder auf Raumtemperatur.

Ingwertee aufkochen

Ingwersud kochen

Ginger Ale herstellen

Koche in einem großen Topf 1 Liter Wasser auf. Füge nun 40g geriebenen, frischen Ingwer hinzu, nimm die Flüssigkeit vom Herd und lass auf Zimmertemperatur abkühlen (ca. 20–30 Minuten lang).

Ginger Ale fertigstellen

Ginger Ale herstellen

Gib pro Liter Ingwer-Tee 2 EL Ginger Bug, 3 EL Honig und 1 EL Rohrohrzucker in eine Flasche. Fülle die Flaschen mit dem Ingwersud auf, sobald dieser auf Raumtemperatur abgekühlt ist.

Lass das Ginger Ale bei Raumtemperatur einen Tag lang unverschlossen stehen. Bei Obstfliegen-Problemen kannst du die Flasche mit einem luftdurchlässigen Tuch verschließen.

Schüttel die Flasche in den nächsten 24 Stunden mindestens zweimal kräftig durch. Dazu musst du sie natürlich mit einem Deckel wasserdicht verschließen. Drehe sie mehrfach auf den Kopf und zurück, damit alle Bestandteile sich gut vermischen.

Soda stehen lassen

Ginger Ale stehen lassen

Verschließe die Flasche fest, nachdem 24 Stunden vergangen sind und lass sie weitere 12 bis 24 Stunden lang bei Raumtemperatur stehen.

Prüfe, ob dein Ginger Ale genug bitzelt – also ausreichend Kohlensäure gebildet hat. Falls nicht, lass es weitere 12 – 24 h lang bei Raumtemperatur stehen.

Wenn du mit dem Kohlensäureanteil zufrieden bist, lagere dein Ginger Ale im Kühlschrank, bis du es trinken möchtest. Es hält sich dort 2 Wochen lang.

Ginger Ale

Fertig zum Servieren!

Das Lagern im Kühlschrank sorgt dafür, dass das Ginger Ale eine hellere, gelbliche Farbe bekommt. Frisch hergestellt sieht es noch dunkler und bräunlich aus.

Du kannst dein Ginger Ale pur, oder als Cocktail oder Longdrink genießen. Die fermentierten Partikel tun deinem Bauch und Verdauungsapparat gut.

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